Wir über uns

Als sich 1932 die Automobilhersteller Horch, DKW, Audi und die Wanderer-Werke zur Auto Union verbanden, wurde in Chemnitz Geschichte geschrieben. Der damit entstandene Firmenverbund wurde hinter Opel zum zweitgrößten Produzenten in Deutschland. Durch die Bündelung der unterschiedlichen Kompetenzen entstand ein schlagkräftiger Konzern, der am Markt erfolgreich war und Spitzenprodukte deutscher Ingenieurskunst hervorbrachte.

Diesen Spuren versuchen wir mit der Wirtschaftsunion Sachsen eG zu folgen. Sie versteht sich als Plattform für kleine bis mittelgroße Unternehmen, die gemeinsam am Markt agieren möchten. Sie besteht aus mehreren Sparten, die sich explizit um die jeweiligen Belange der Mitglieder kümmert. Im Referat „Landwirtschaft“ wurde bereits eine weitere Genossenschaft, die „100 Pro Sachsen eG“ gegründet. Mit diesem Projekt hat die Wirtschaftsunion Sachsen eG den ersten Hofladen nach Chemnitz gebracht. Mit dem gemeinsamen bundesweiten Versand über das Internet wurde das Angebot vieler regionaler Erzeuger gebündelt.

.

Mit ihrem nächsten Projekt möchte die Wirtschaftsunion Sachsen eG den regionalen Einzelhandel stärken. Die Genossenschaft nutzt dabei einen Steuervorteil zur Entlohnung von Arbeitnehmern. Nach §8 Abs. 2 EStG sind Sachbezüge in Höhe von bis zu 44,00 € im Monat von der Einkommensteuer ausgenommen. Eine gängige Praxis bei steuerfreien Sachbezügen ist das Verschenken von Tankgutscheinen. Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie zweckgebunden sind und auch nicht von jedem Mitarbeiter tatsächlich benötigt werden. Die Wirtschaftsunion Sachsen eG schafft mit der Splittung des monatlichen Maximalbetrages in Gutscheinkarten zu je 11,00 € und mit einem Netzwerk aus vielen Einzelhändlern, Frisören, Floristen, Restaurants und Freizeiteinrichtungen nicht nur die Möglichkeit, das Angebot für die Angestellten zu erweitern, sondern fördert damit auch die kleinen Betriebe in Chemnitz. Jeder eingesetzte Cent verbleibt in der sächsischen Wirtschaft und wird nicht, wie bei anderen am Markt verfügbaren Systemen an die „Großen“ weitergereicht.

Die Wirtschaftsunion finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge der Genossenschaftlerinnen, der Gebühr zur Nutzung des Internetauftrittes, sowie aus den Provisionen dem Vertrieb der ChemnitzCard. Nach der Etablierung der genannten Referate sind weitere Projekte geplant, so zum Beispiel eine ärztliche Einkaufsgemeinschaft für Verbrauchsprodukte sowie ein branchenübergreifende Zusammenarbeit bei der Beschaffung von Rohmaterial und Werkzeugen, um über größere Rabattstaffeln den Einkauf zu optimieren und somit am internationalen Markt Wettbewerbsvorteile zu generieren. Weiterhin ist geplant eine Online-Plattform zur Stärkung der sächsischen Handwerksbetriebe zu entwickeln. Auf der Plattform sollen die Unternehmen sich zum einen präsentieren und die jeweiligen Leistungen darstellen können und zum anderen soll den Kunden auch die Möglichkeit gegeben werden, die jeweilige Handwerksleistung bewerten zu können.

Der Vorstandsvorsitzende Frank Müller ist diplomierter Medienökonom und seit 12 Jahren in den Bereichen Kommunikation und Vertrieb selbständig tätig. Durch seine Vernetzung als Past President des Lions Club „Richard Hartmann“ verfügt Herr Müller über sehr gute Verbindungen in die Chemnitzer Wirtschaft. Der 2. Vorstand, Herr Thomas Hörtzsch, verfügt als Techniker über langjährige Erfahrungen im sächsischen Automobilbereich und der Motorenentwicklung. Beide eint der Wille, zusammen mit dem Aufsichtsrat der Genossenschaft, Unternehemensberater Dennis Sturhan, nicht nur ökonomische, sondern auch wirtschaftspolitische Plattform zu sein. Dies stellt besonders hier in der Chemnitzer Region eine große lokale Herausforderung dar.

Die meisten Verwaltungspositionen in der Stadt, über Bürgermeisterin, Wirtschaftsförderung etc., sind mit Linken oder SPD Mitgliedern besetzt. Sie werden in Dresden oder Berlin kaum wahrgenommen, was zu einer zunehmenden Isolation der Stadt geführt hat. Besonders deutlich wird das zum Beispiel an der prekären Anbindung an die Infrastruktur der Deutschen Bahn AG. Das in einer Stadt mit einer Viertel Million Einwohnern kein ICE hält, ist wohl bundesweit einmalig. Großer Handlungsbedarf besteht auch bei der Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Das Umfeld für die Gründung von marktfähigen Hochtechnologie-Firmen ist unzureichend ausgebaut, hier will die Wirtschaftsunion mittelfristig einen von den Mitgliedern gespeisten Gründerfonds auflegen, um besonders im Bereich der „Seed-Finanzierung“ Anschubhilfen leisten zu können.